Kluger Schachzug von Getty Images: Jeder Blogger, jede Redaktion kann sich ab jetzt aus dem großen Fundus der Stockphoto-Agentur bedienen. Kostenlos, wohlgemerkt (für die nicht-kommerzielle Verwendung) – während bisher beträchtliche, üblicherweise mindestens dreistellige Beträge für die Lizensierung aufgerufen wurden. Aktuell sind über 12 Millionen Bilder für die Einbindung verfügbar.

So sieht die Einbindung dann aus:

Getty eröffnet Bloggern damit nicht nur ungeahnte Möglichkeiten, ihre Beiträge professionell zu illustrieren, sondern nimmt ihnen auch die latent immer vorhandene Sorge, sich wegen der verwendeten Bilder juristisch auf dünnes Eis zu begeben. Die Grenzen für die Einstufung als „nicht-kommerziell“ hat Getty dabei weit gesteckt: Alle redaktionellen Angebote, selbst wenn sie Werbeeinnahmen, z. B. über AdSense erzielen, sind für die Verwendung der Bilder zugelassen.

Ein guter Deal auch für Getty, denn sie bekommen so eine riesige Reichweite, Unmengen von Backlinks und in nicht allzu ferner Zukunft vermutlich auch noch so einiges an Werbeeinnahmen, wenn sie die Einbindungen mit Werbung versehen.

WordPress hat die Gelegenheit nahe liegender Weise auch gleich ergriffen und erklärt in seinem Blog, wie die Einbindung der Getty-Fotos in WordPress-Beiträge funktioniert.

[Update:] Thomas Schwenke hat das in gewohnt pragmatisch-kompetenter Weise in Form einer FAQ rechtlich beleuchtet. Hier sein Fazit, nicht ohne Wermutstropfen: „Urheberrechtlich top, Datenschutzrechtlich flop“.

Es soll ja durchaus vorkommen, dass Studien und Umfragen in erster Linie durchgeführt werden, um mit ihrem Ergebnis eine bestimmte Aussage zu unterfüttern. Schließlich werden Umfrageergebnisse von Medien stets gern aufgegriffen und inhaltlich-methodisch selten hinterfragt.

KindleEine aktuelle Studie soll nun belegen, dass Amazons Strategie, seine Kindle-Tablets und -Reader zu Kampfpreisen auf den Markt zu bringen, sich für den Versandgiganten auszahlt. Dazu hat das Institut CIRP auf Basis einer Stichprobe von sage und schreibe 300(!) herausgefunden, dass Kindle-Besitzer über 50 % öfter bei Amazon einkaufen und dort auch gut 50 % mehr Geld ausgeben. Amazons Strategie, so die Erkenntnis der Forscher, ist aufgegangen – statistisch bewiesen! Das Ergebnis wurde gern in knackige Meldungen gegossen, so bei Slate, Buchreport oder der Self-Publisher-Bibel.

Schön und gut: Amazon macht ohne Frage vieles richtig, aber die Schlussfolgerung auf dieser Basis ist doch reichlich gewagt. Wie so oft, wird aus einer Korrelation (Kindle-Besitzer <=> höherer Umsatz) eine Kausalität abgeleitet (höherer Umsatz, weil Kindle-Besitzer). Das ist so wie mit der Annahme, Kahlköpfigkeit beschere Männern ein höheres Einkommen. Die Enttäuschung ist dann groß, wenn nach der Kopfrasur festgestellt wird, dass der Kausalzusammenhang doch leider fehlt, und der entscheidende Einflussfaktor auf das Einkommen eher das zunehmende Alter ist, mit dem der nachlassende Haarwuchs halt tendenziell korreliert 😉

Könnte es im Fall Amazons nicht einfach so sein, dass umsatzstarke Kunden eher geneigt sind, auch einen Kindle zu kaufen? Hmm, gar nicht so abwegig. Aber: das gibt natürlich nicht so aufmerksamkeitsstarke Headlines …

Das Tier entscheidet

Neuer Kandidat und neuer Slogan bei der SPD-Wahlkampagne: „Das Tier entscheidet.“

Ich würde sagen, damit ist die K-Frage wieder offen!

Bild  —  Veröffentlicht: 20. August 2013 in Uncategorized
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Weißer Hai frisst Bus-Fahrgäste

Veröffentlicht: 11. Juli 2012 in Marketing
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Ist öffentlicher Nahverkehr wirklich sicher? Bei diesem Motiv des National Geographic Channel können schon Zeifel aufkommen …

Nutellakatze

Veröffentlicht: 2. Juli 2012 in Uncategorized
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🙂

Der neue Volkswagen-Spot, der jetzt zum Super Bowl 2012 geschaltet wird, erreicht vielleicht nicht ganz das Niveau seines legendären Vorgängers mit dem Mini-Darth-Vader. Ist aber dennoch wieder ziiiemlich gut!

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Quelle: Eigene Erhebung